Mobilitätskonzept für das Rennbahn-Areal in Bremen vorgelegt

Die Freie Hansestadt Bremen plant die Nutzung der ehemaligen Galopprennbahn als Wohnquartier. Das Areal umfasst insgesamt 36 ha. Es soll ein urbanes und autoarmes Quartier entstehen. Hierfür hat SHP Ingenieure ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Ungewöhnlich ist die Vorgehensweise: das Mobilitätskonzept baut nicht auf ein städtebauliches Konzept auf – selbst die Zahl der Wohneinheiten ist offen. Aus den Ergebnissen des Mobilitätskonzepts werden Randbedingungen abgeleitet, die dann als Vorgaben für den Städtebau dienen.

Die Zielvorgaben sind ambitioniert: es wird ein sehr geringer MIV-Anteil von nur 20 % angestrebt. Damit würde das Rennbahn-Areal Bremen gleichauf mit Quartieren wie Freiburg-Vauban, Tübingen-Französisches Viertel und München-Domagk-Quartier liegen. Das Mobilitätskonzept enthält neben durchlässigen und attraktiven Netzen für den Fuß- und Radverkehr zur Förderung der Nahmobilität auch Konzepte zur Aufwertung des ÖPNV-Angebots sowie restriktive Maßnahmen für den MIV. Ergänzt wird es um integrierte Maßnahmen zur Förderung der Alternativen zum MIV, u.a. einen Quartierstreff, Verleih von Pedelecs, Lastenfahrrädern, Paketstationen und Car-Sharing.