Standortuntersuchung für Fernbusterminal abgeschlossen

Im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen hat SHP Ingenieure in Zusammenarbeit mit kcw GmbH Berlin eine Standortuntersuchung für ein Fernbusterminal durchgeführt, die nunmehr abgeschlossen werden konnte. Im Rahmen des Gutachtens sind drei mögliche Standorte für ein Fernbusterminal in Bremen hinsichtlich Lage und Erreichbarkeit, Kapazität und Verkehrsabwicklung, Nutzeranforderungen, städtebaulicher Wirkungen und Kosten für Bau und Betrieb, aber auch hinsichtlich möglicher Erlöse untersucht worden. Ergänzend wurde eine Befragung der zukünftigen Nutzer – Fernbustreiber und Fahrgäste – durchgeführt. Mithilfe einer vergleichenden Bewertung konnte eine Vorzugsvariante ermittelt werden, die nun die Grundlage für das weitere Verfahren bildet.

 

Der Umgang mit dem steigenden Fernbusverkehrsaufkommen stellt für viele Städte und Gemeinden eine große Herausforderung dar, da bestehende Anlagen wie ZOBs weder über die erforderlichen Kapazitäten noch über die notwendigen Infrastrukturen verfügen. Wer für den Ausbau eines Fernbushaltepunktes – der nach Möglichkeit zentral liegt und über eine gute Anbindung mit dem ÖPNV verfügt – verantwortlich ist, ist rechtlich derzeit nicht festgelegt. Fest steht, dass wenn eine Kommune Einfluss auf die Lage des Haltepunktes und auf die Abwicklung des Fernbusverkehrs haben möchte, sie sich die Planung eines Fernbusterminals zur eigenen Aufgabe machen muss. Die Entwicklung eines Konzeptes erfolgt am besten im Dialog mit den Fernbusbetreibern, damit eine funktionale Anlage entsteht, die letztlich auch angenommen wird. Mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) zum 01. Januar 2013 und der damit einhergehenden Liberalisierung des innerdeutschen Fernbusmarktes hat der Fernbusverkehr stark zugenommen. Waren es Anfang 2013 noch 62 Linien, so fuhren im Januar 2015 bereits 261 Linien quer durch Deutschland (Quelle: IGES, Daten Stand 08.01.2015). Dadurch steigt der Handlungsdruck für die betroffenen Städte.