Aktuelle Informationen

SHP und StetePlanung mit dem Masterplan Mobilität Darmstadt 2030+ beauftragt

In einem bundesweit ausgeschriebenen Verfahren hat sich die Arbeitsgemeinschaft aus SHP Ingenieure und StetePlanung (Darmstadt) mit ihrem Arbeitsansatz der „Sicht von außen und innen“ für das Mobilitätskonzept Darmstadt 2030+ durchgesetzt. Der Mobilitätsbereich ist eines von insgesamt fünf Arbeitsfeldern – Wohnstadt, Quartiersstadt, Wissens- und Arbeitsstadt, Freie Stadt und Mobile Stadt -, die zunächst parallel im Rahmen des Beteiligungsprozesses „Masterplan Darmstadt 2030+“ bearbeitet werden. Im Beteiligungsprozess, den Urban Catalyst, Berlin, moderiert, wird zunächst der städtebauliche und gesellschaftliche Rahmen diskutiert, der zum „Masterplan Darmstadt 2030+“ zusammengefasst wird. Der Mobilitätsbereich wird ab Mitte 2018 vertieft betrachtet und zum Masterplan Mobilität 2030+ ausgeweitet. Das erste Forum im Beteiligungsprozess hat bereits im November 2017 stattgefunden.

 

https://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/masterplan-da2030/

SHP mit dem Mobilitätskonzept für die Altstadt von Lübeck beauftragt

In einer Arbeitsgemeinschaft ist SHP Ingenieure mit der Bearbeitung des Mobilitätskonzeptes für die Altstadt von Lübeck beauftragt worden. Die Bearbeitung ist eingebettet in eine Städtebauliche Rahmenplanung für die Altstadt, die von Cappel+Kranzhoff  bearbeitet wird. Der Beteiligungsprozess, der im Frühsommer 2018 starten soll, wird von TOLLERORT moderiert. Das Büro StadtKreation erstellt eine Online-Beteiligung.  Neben der künftigen Funktionsbestimmung für die Altstadt – Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Tourismus …-, steht die Frage der Erschließung im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Kfz-Verkehr in der Altstadt (UNESCO-Welterbe) zu reduzieren und die Straßenräume für den Fuß- und Radverkehr attraktiver zu gestalten. Der Bearbeitungs- und Beteiligungsprozess wird über ein Jahr dauern.

Beteiligungsprozess Eppendorfer Marktplatz wird sehr positiv aufgenommen

Der Eppendorfer Marktplatz und sein Umfeld im Hamburger Stadtteil Eppendorf sind geprägt durch einen dominanten Durchgangsverkehr im Zuge der Bundesstraße 5. Zudem stellt der Eppendorfer Marktplatz eine wichtige Umsteigehaltestelle zwischen sechs Buslinien dar. Im Radverkehr kreuzen sich zwei bedeutende Achsen. Zudem bietet der Bereich Eppendorfer Marktplatz zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Die Überlagerung der Nutzungsansprüche führt zu einer verkehrlich unbefriedigenden Lösung: die Seitenräume sind sehr schmal, Flächen zum Aufenthalt gibt es kaum. Der Radverkehr wird teilweise auf sehr schmalen Radwegen geführt, teilweise sind überhaupt keine Radverkehrsanlagen vorhanden. Die Haltestellenflächen sind zu schmal und zu kurz.

Ziel des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) ist es, Verbesserungen insbesondere im Bus- und im Radverkehr herbeizuführen. Hierfür hat er ein Beteiligungsverfahren initiiert. SHP Ingenieure hat hierfür vier verkehrliche und städtebauliche Alternativen entwickelt. Diese wurden in einer Auftaktveranstaltung und zwei Planungswerkstätten vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und weiterentwickelt. Eine Abschlussveranstaltung ist im Frühjahr 2018 vorgesehen.

Der Beteiligungsprozess wurde sowohl vom Auftraggeber LSBG als auch von den Bürgerinnen und Bürgern sehr positiv aufgenommen. Weitere Informationen finden sich unter via-bus.de.

Spatenstich zum Bau des Radschnellweges Osnabrück-Belm

Nachdem auf Basis einer Machbarkeitsstudie „Radschnellwege in und um Osnabrück“ die Vorplanung für die Trasse des Radschnellweges Osnabrück-Belm erstellt wurde, erfolgte für den ersten umzusetzenden Abschnitt auch die Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie die Vorbereitung der Vergabe durch SHP Ingenieure.

Für das erste Teilstück des Radschnellweges haben im November 2017 mit dem Spatenstich die Bauarbeiten begonnen.

Spatenstich für den Radschnellwg Osnabrück - Belm mit (von links) Ulla Bauer (Fachbereich Städtebau), Stadtbaurat Frank Otte, Wiho Wessel (Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen), Jennifer Hoeltke (Fachbereich Umwelt und Klimaschutz), Heike Stumberg (Fachbereich Städtebau) und Tobias Langer (Fachbereich Umwelt und Klimaschutz).

Das etwa 510 m lange Stück des Radschnellweges verläuft entlang einer Baumallee in der Schlachthofstraße im Osnabrücker Stadtteil Gartlage. Der Schutz des Baumbestandes und dessen Wurzeln war eine der Besonderheiten während der Planung. Parallel zum 4,00 m breiten Radschnellweg verläuft ein 2,00 m breiter Gehweg, der durch eine Baumreihe vom Radschnellweg getrennt ist. Einmündungsbereiche zum Grundstück des anliegenden Unternehmens KME wurde so geplant, dass eine möglichst hohe Sicherheit für den Radverkehr erreicht werden kann.

Die Stadt Osnabrück rechnet mit 1.700 Radfahrern täglich, die sich auf dem Radschnellweg fortbewegen und somit den Pkw-Verkehr reduzieren. Der gesamte Radschnellweg Osnabrück-Belm soll in zwei bis drei Jahren fertig gestellt sein und rund 7,5 Millionen Euro kosten. Ein Großteil der Herstellungskosten wird über Mittel aus dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ gefördert.

Feierliche Eröffnung des ZOB in Rheine

Nach 16 Monaten Bauzeit konnte am 04.11.2017 unter großem Interesse der Öffentlichkeit der neue ZOB in der Matthiasstraße in Rheine eröffnet werden.

SHP Ingenieure plante von der Voruntersuchung bis zur Ausschreibung gemeinsam mit pbr Planungsbüro Rohling AG (Hochbau) und wbp Landschaftsarchitekten GmbH (Freianlagen) eine Grunderneuerung der Verkehrsanlagen des sogenannten Bustreffs gemäß neuesten Standards. Während der gesamten Bauzeit stellte SHP Ingenieure zudem die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo). Die Kosten der Gesamtmaßnahme in Höhe von ca. 3,75 Mio. Euro inkl. der vollständigen Erneuerung der Dächer, digitalen Informationssysteme und der benachbarten Bahnhofstraße wurden zu großen Teilen von mehreren Fördermittelgebern finanziert.

Besonderheiten der Planung sind der erhebliche Abstimmungsbedarf mit Dritten, denn auf allen Seiten des Baufeldes schließen sich private Anlieger mit Geschäften, Zufahrten und Außengastronomie an. Zudem befinden sich unter den Verkehrsflächen (auch unter den Busverkehrsflächen) Tiefgaragen. In verbleibenden unterirdischen Korridoren, die nicht durch Bauten im Kellergeschoss verbaut sind, liegen erhebliche Leitungsbündel, u. a. die Haupttelekommunikationstrasse der Stadt mit unterirdisch begehbaren Schachtbauwerken, die in der Planung mit besonderer Rücksicht und speziellen abgestuften Schachtdeckeln und in intensiver Abstimmung berücksichtigt wurden.

In den Eröffnungsreden wurde der reibungslose Bauablauf, der unter Weiterbetrieb des ZOBs erfolgte, und das städtebaulich aufwertende Gesamtbild von allen sehr gelobt. Der zuvor veranschlagte Kostenrahmen wurde eingehalten.

 

Neue Wege im Verkehr 2017 – SHP Ingenieure im Dialog mit dem Fachpublikum

Zum 20. Mal in Folge hatten wir für den 21. September 2017 zu Neue Wege im Verkehr eingeladen. Die Seminarveranstaltung im Festsaal des Alten Rathauses hatte mit fast 200 Besucherinnen und Besucher wieder eine sehr gute Resonanz. In insgesamt acht Vorträgen rund um die Mobilität und den Straßenentwurf von morgen konnten wir zeigen, welche Fragen die verkehrliche Praxis heute bewegen und dabei das breite Leistungsspektrum unseres Büros vorstellen.

Im ersten Themenblock ging es zunächst um das Zukunftsthema Autonomes Fahren. Sicher ist, dass das Autonome Fahren kommen wird. Das Auditorium war sich einig, dass insbesondere im städtischen Bereich noch viele technische Fragen offen sind und es noch lange Zeit „normales“ Fahren geben wird. Trotzdem sollten sich die Städte auf die Zukunftsvision einstellen.

Innovative Vorschläge zur Gestaltung des Zentrumsrings in Chemnitz verdeutlichten einmal mehr die enge Verbindung von Stadt- und Freiraumplanung mit der Verkehrsplanung. Es konnte anschaulich gezeigt werden, dass die Einrichtung einer Straßenbahn eine stadträumliche Aufwertung darstellen kann, wenn sensibel vorgegangen wird und die Potenziale genutzt werden.

Die Möglichkeit, nach der StVO-Novelle von 2016 abschnittsweise Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen auszuweisen, wurde positiv aufgenommen, da gezeigt werden konnte, dass die immer wieder befürchteten negativen Auswirkungen nicht zu erwarten sind. Allerdings sollte immer eine Prüfung des Einzelfalls erfolgen. Ziel muss die Möglichkeit sein, Tempo 30 aus städtebaulichen Gründen in Stadtteil- oder Ortszentren auszuweisen. Hier bleibt die Novelle noch hinter den Erwartungen zurück.

Radverkehrsförderung mit System wurde an zwei aktuellen Projekten zu Radschnellverbindungen in Berlin und der Neuaufstellung des Radverkehrsplans in Osnabrück gezeigt. Projekte mit Signalwirkung sind notwendig um die angestrebten Ziel der Radverkehrsförderung zu erreichen.

In einem Erfahrungsbericht über das Sicherheitsaudit, das vor 15 Jahren eingeführt wurde, konnte anhand einer Auswertung von fast 100 Audits gezeigt werden, dass in erheblichem Maße sicherheitsrelevante Planungs- und Ausführungsmängel erkannt werden. Wünschenswert wäre eine stärkere Beteiligung der Kommunen an den Audits.

Zwei Beiträge behandelten die Planung neuer Wohnquartiere. Während der eine Beitrag den Fokus auf das Zusammenspiel von Erschließungsplanung und Mobilitätskonzept lenkte, betrachtet der andere Beitrag das interdisziplinäre Entwerfen von Straßenräumen mit großer Aufenthaltsqualität. Gerade weil gegenwärtig wieder sehr viele Neubauquartiere entstehen, ist die vorausschauende Planung der künftigen Mobilität, die deutlich weniger vom privaten Pkw bestimmt sein wird als heute, unerlässlich.

Im abschließenden Vortrag wurde eine komplexe, von SHP Ingenieure gemeinsam mit nsp Landschaftsarchitekten und grbv, Ingenieure im Bauwesen, geplantes Projekt zur Neugestaltung eines Straßenabschnittes an der Alster in Hamburg vorgestellt. Eindrucksvoll wurden die Abwägung zwischen verkehrlichen Anforderungen, bautechnischen Möglichkeiten sowie den Ansprüchen der Denkmalpflege und des Baumschutzes dargestellt.

Die teilweise weit angereisten Fachbesucher nutzten die Gelegenheit zur engagierten Diskussion und zum lockeren Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltungsreihe Neue Wege im Verkehr wird im nächsten Jahr mit neuen Themen fortgesetzt.

Wir danken allen Gästen für ihr Kommen und die engagierten Diskussionen!

Die Präsentationen und die Kurzfassungen können hier abgerufen werden:

01 Autonomes Fahren

02 Städtebauliche Aufwertung Zenturmsrings

03 Tempo 30 Hauptverkehrsstr

04 Radverkehrsförderung mit System

05 Erfahrungsbericht Sicherheitsaudits

06 Mobilitätskonzepte kleinere Wohnquartiere

07 Lebenswerte Straßenräume

08 Innerstädtischer Straßenentwurf in anspruchsvollem Umfeld

 

B2run – SHP Ingenieure sportlich dabei

Zum siebten Mal haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SHP Ingenieure beim Firmenlauf „B2run“ in Hannover teilgenommen. Die ca. 6,9 km rund um den Maschsee mit Zieleinlauf in die HDI-Arena wurde von allen erfolgreich bewältigt.

Kronsberg-Süd geht in die nächste Runde

Am Stadtrand von Hannover soll ein neues Baugebiet für ca. 8.000 Menschen entstehen. Im Anschluss an das zur Expo 2000 realisierte Quartier am Kronsberg  ist es die erste größere Stadterweiterung in Hannover seit 2000.

In Arbeitsgemeinschaft mit den Stadt- und Freiraumplanern von ASTOC (Köln) und West8 (Rotterdam) hat SHP Ingenieure innerhalb von nur etwa 1 Jahr den Masterplan entwickelt, in einem umfangreichen Beteiligungsverfahren vorgestellt und in vielen unterschiedlichen Runden diskutiert. In einem umfassenden Mobilitätskonzept wurde die verkehrliche Infrastruktur konzeptionell geplant. Schwerpunkt ist die Stärkung der Nahmobilität zu Fuß und mit dem Rad. Durch Carsharing soll auch am Stadtrand ein Leben ohne Auto möglich sein. Gemeinsam mit den Architekten und der Verwaltung  wurde eine „Gebrauchsanweisung“ erstellt, die die Gestaltung der öffentlichen Räume, der Freiräume und die wesentliche Grundzüge der Bebauung regelt.

Ab Sommer 2017 soll der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden. Mit den ersten Bauarbeiten zur Erschließung ist 2018 zu rechnen.

www.hannover.de/Service/Presse-Medien

Bahnhofsvorplatz der Stadt Porta Westfalica umgestaltet

Von April 2016 bis Februar 2017 wurde der Bahnhofsvorplatz der Stadt Porta Westfalica ausgebaut. SHP Ingenieure konnte sich bereits einige Jahre vorab im Zuge einer Rahmenplanung mit der Gesamtsituation beschäftigen und erste Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Im Anschluss erfolgte die Beauftragung der Objektplanung Verkehrsanlagen. Bei den Planungen stellte die Lage – eingezwängt von der stark befahrenen Bundesstraße B 482 und den Bahngleisen – eine besondere Herausforderung auf dem Wege zu einer gut funktionierenden Verkehrsanlage dar. Gegenüber der vorherigen Situation, in der die verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel nur unzureichend miteinander verknüpft waren (z.B. Bushaltestellen an der B 482, keine gesicherten Querungsmöglichkeiten im Bahnhofsbereich), die Aufenthaltsqualität zum Beispiel wegen fehlender Sitzgelegenheiten und unattraktiver Beleuchtung fehlte und somit keine attraktive Anlage für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bestand, wurden nachhaltige Verbesserungen vorgenommen. So halten die Linienbusse nun unmittelbar im Bereich des Zugangs zu den Bahngleisen. Weiterhin entstanden im Zuge des Umbaus neue Taxi-, Behinderten-, Kiss&Ride- und Park&Ride-Stellplätze sowie abschließbare und frei zugängliche Fahrradabstellmöglichkeiten. Der Bahnhofsvorplatz ist durch ein Blindenleitsystem, Busbordsteine sowie niedrige Borde bzw. Rinnen als funktional gliedernde Elemente zwischen der Fahrbahn und den Seitenräumen vollständig barrierefrei erschlossen und hat durch neue Sitzmöglichkeiten, Ausstattung und Begrünung deutlich an Aufenthaltsqualität gewonnen. Der umgestaltete Bahnhofsvorplatz wurde im Februar des Jahres 2017 feierlich eröffnet.

Baumaßnahmen am ZOB in Neustadt am Rübenberge fertiggestellt

Im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Neustadt am Rübenberge wurde SHP Ingenieure von der Region Hannover mit Planungsleistungen zur Neugestaltung des ZOB, des Bahnhofsvorplatzes sowie der Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen beauftragt. Ziel der Umgestaltung war eine funktionale sowie gestalterische Neuordnung mit hoher Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit. Bereits im Jahre 2014 wurde westlich der Bahngleise eine Park&Ride-Anlage mit 68 neuen Stellplätzen fertiggestellt. Der ZOB mit Bahnhofsvorplatz auf der Ostseite wurde Ende des Jahres 2015 fertiggestellt und im Dezember eröffnet. Die Bauarbeiten an der neuen Rampe (West-Ost-Verbindung) wurden im Jahre 2016 abgeschlossen. Als letzter Bestandteil der Planungen erfolgt nun die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit neuer B&R-Anlage auf der Westseite. Der Vorplatzbereich erhielt eine neue Oberflächenbefestigung in Pflasterbauweise. Neben weiteren Kiss&Ride- sowie Behindertenstellplätzen entstanden neue Fahrradabstellmöglichkeiten, teils in abschließbaren Abteilen, teils frei zugänglich. Durch die Fertigstellung des Vorplatzes West ist nun der gesamte Bereich vollständig barrierefrei erschlossen und attraktiv gestaltet. Bei der Planung zum West-Vorplatz erfolgte eine Zusammenarbeit mit nsp (nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner; Freianlagen) und Kleine Architekten (B&R-Anlage).

Interkommunales Mobilitätskonzept Würzburg

Mit Blick auf die Landesgartenschau 2018 wird aktuell von der Stadt Würzburg ein Mobilitätskonzept planerisch vorbereitet. In Anknüpfung hieran wurde durch SHP Ingenieure für das östliche Stadtgebiet Würzburgs und die hieran anschließenden Umlandgemeinden Gerbrunn, Randersacker, Theilheim und Rottendorf ein Interkommunales Mobilitätskonzept entwickelt, das die Stadt Würzburg einschließlich des LGS-Geländes und die Umlandgemeinden mit ihren lokalen Attraktionen und Projekten einbezieht.

Hauptbestandteil des Mobilitätskonzepts ist ein die Stadt Würzburg und die Umlandgemeinden verbindendes Pedelec- und Radverkehrsnetz. Aufbauend auf die zu planenden und zu realisierenden Rad- und Pedelec-Routen wurde ein Konzept für ein Pedelec-Sharing entwickelt. Zudem wurden als Ergänzung des Carsharing-Konzepts der Stadt Würzburg Potenziale zur Entwicklung von neuen Carsharing-Standorten im Umland eruiert. Die Pedelec-Sharing- und Carsharing-Standorte werden in Kombination mit dem ÖPNV zu Mobilstationen zusammengefasst.

Die Umsetzung des Rad- und Pedelec-Netzes wird im Rahmen des Bundeswettbewerbs Klimaschutz durch Radverkehr gefördert. SHP Ingenieure hat die fünf Kommunen bei der Antragstellung unterstützt und die Antragsunterlagen erstellt.

Seit Mai 2017 ist SHP Ingenieure mit der Begleitung der Umsetzung beauftragt. Neben der Projektsteuerung übernimmt SHP Ingenieure die Entwicklung des Wegweisungskonzepts bis hin zur Ausschreibung, die Vorbereitung und Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung einschließlich Workshops, Informationsmaterial und Eröffnungsveranstaltung und ein Monitoring der erreichten Wirkungen mit Vorher- und Nachher-Erhebungen.

Eine „Begegnungszone“ für alle – Die Frankfurter Straße in Bad Rothenfelde

Als bedeutender Straßen- und Geschäftsraum ist 2015/16 die Frankfurter Straße (ca. 7.000 Kfz/24 h) umgestaltet worden. Entstanden ist eine – auch als solche ausgewiesene – Begegnungszone vor dem Hintergrund der Einrichtung eines Verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches als Tempo 20 Zone. Dies beinhaltet zunächst eine aufeinander abgestimmte Oberflächengestaltung zwischen der Fahrbahn und den angrenzenden Seitenräumen, die eine durchgehende Pflasterung erhielten. Um im zentralen Bereich den Platzcharakter hervorzuheben, wurden die Entwässerungsrinnen hier ebenfalls aus rotbraunem Pflaster hergestellt. An Stellen mit erhöhtem Überquerungsbedarf für Fußgänger entstanden hellgrau und somit kontrastierend gepflasterte Querbänder in der Fahrbahn und den Seitenräumen. Durch die niveaugleiche Gestaltung, barrierefreie Bushaltestellen sowie ein aus Kleinpflasterstreifen (‚innere Leitlinie‘) und taktilen Elementen an Überquerungs- und Bushaltestellen bestehendes Blindenleitsystem wird der Straßenraum absolut barrierefrei. Der sich infolge der Anordnung neuer Begrünung einstellende Alleecharakter, die attraktive Straßenbeleuchtung, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie Sitzgelegenheiten tragen zu einer hohen Aufenthaltsqualität bei.

Ein spannender Beteiligungsprozess hat zu dem nun umgesetzten Ergebnis geführt. Eine erste Entwurfsplanung, die noch auf einer deutlichen Separation von Fahrbahn und Seitenräumen beruhte, wurde unter Mitwirkung der Bürger zu einem Entwurf weiterentwickelt, der den Shared Space – Gedanken umgesetzt hat. Neben einer begleitenden Bürgerbeteiligung war ein zusätzlich durchgeführter Themenabend mit Interessierten sehr hilfreich. In drei Gruppen wurden hier die Themen Straßenraumgestaltung, Verkehr und Begrünung intensiv bearbeitet und konkrete Vorgaben gemacht. Für den weiteren Prozess bis zum Umbau wurde eine projektbegleitende Arbeitsgruppe aus Ratsvertretern eingerichtet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das linienhafte Queren der Fußgänger funktioniert hervorragend. Der Verzicht auf vorher vorhandene Überwege (Zebrastreifen) ist erfolgreich umgesetzt. Allein durch die Straßenraumgestaltung wird bei den Autofahrern ein niedriges Geschwindigkeitsniveau bewirkt, auch wenn Fußgänger und Radfahrer mal nicht so zahlreich sind.

Deutscher Verkehrsplanungspreis 2016

SHP Ingenieure hat zusammen mit dem Ingenieurbüro Oppermann (Vellmar) und den Landschafts- und Freiraumplanern PLF (Kassel) den Deutschen Verkehrsplanungspreis 2016 der SRL gewonnen! Ausgezeichnet wurde unser gemeinsames Projekt „Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel“.

SHP hat in dem Projekt die Vorplanung gemacht, also die innovative Entwurfsideen geliefert, und mit Hilfe der Verkehrssimulation die Funktionsfähigkeit nachgewiesen, sodass trotz Verzicht auf einen besonderen Bahnkörper eine Finanzierung nach dem GVFG möglich war. Als besonders innovativ wurde von der Jury der durchlaufende Mittelstreifen hervorgehoben, der trotz der hohen Verkehrsstärke freies Queren der Straße an jeder Stelle ermöglicht und viele Signalanlagen unnötig macht. Hervorgehoben wurde ferner das intensive und letztendlich erfolgreiche Beteiligungsverfahren, die Betreuung während der Bauphase sowie die sorgfältige Detailgestaltung.

Anlässlich der Jahrestagung der SRL in Berlin „Mehr Platz für Menschen – Gestaltung zukunftsfähiger Straßenräume“ am 13./14.10.2016 erfolgte die Preisverleihung. Urkunde und Plakette nahm die Einreicherin, die Stadt Kassel in Person von Herrn Stadtbaurat Nolda entgegen.

Nach dem Erfolg beim Deutschen Städtebaupreis 2014 – Auszeichnung mit dem Sonderpreis für das Projekt „Umgestaltung von Goethestraße und Germaniastraße in Kassel“  – ist dies bereits die zweite Auszeichnung für ein Projekt des Planungsteams aus SHP Ingenieure, Ingenieurbüro Oppermann und PLF Landschaftsplanern.