Aktuelle Informationen

Kronsberg-Süd geht in die nächste Runde

Am Stadtrand von Hannover soll ein neues Baugebiet für ca. 8.000 Menschen entstehen. Im Anschluss an das zur Expo 2000 realisierte Quartier am Kronsberg  ist es die erste größere Stadterweiterung in Hannover seit 2000.

In Arbeitsgemeinschaft mit den Stadt- und Freiraumplanern von ASTOC (Köln) und West8 (Rotterdam) hat SHP Ingenieure innerhalb von nur etwa 1 Jahr den Masterplan entwickelt, in einem umfangreichen Beteiligungsverfahren vorgestellt und in vielen unterschiedlichen Runden diskutiert. In einem umfassenden Mobilitätskonzept wurde die verkehrliche Infrastruktur konzeptionell geplant. Schwerpunkt ist die Stärkung der Nahmobilität zu Fuß und mit dem Rad. Durch Carsharing soll auch am Stadtrand ein Leben ohne Auto möglich sein. Gemeinsam mit den Architekten und der Verwaltung  wurde eine „Gebrauchsanweisung“ erstellt, die die Gestaltung der öffentlichen Räume, der Freiräume und die wesentliche Grundzüge der Bebauung regelt.

Ab Sommer 2017 soll der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden. Mit den ersten Bauarbeiten zur Erschließung ist 2018 zu rechnen.

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Bahnhofsvorplatz der Stadt Porta Westfalica umgestaltet

Von April 2016 bis Februar 2017 wurde der Bahnhofsvorplatz der Stadt Porta Westfalica ausgebaut. SHP Ingenieure konnte sich bereits einige Jahre vorab im Zuge einer Rahmenplanung mit der Gesamtsituation beschäftigen und erste Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Im Anschluss erfolgte die Beauftragung der Objektplanung Verkehrsanlagen. Bei den Planungen stellte die Lage – eingezwängt von der stark befahrenen Bundesstraße B 482 und den Bahngleisen – eine besondere Herausforderung auf dem Wege zu einer gut funktionierenden Verkehrsanlage dar. Gegenüber der vorherigen Situation, in der die verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel nur unzureichend miteinander verknüpft waren (z.B. Bushaltestellen an der B 482, keine gesicherten Querungsmöglichkeiten im Bahnhofsbereich), die Aufenthaltsqualität zum Beispiel wegen fehlender Sitzgelegenheiten und unattraktiver Beleuchtung fehlte und somit keine attraktive Anlage für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bestand, wurden nachhaltige Verbesserungen vorgenommen. So halten die Linienbusse nun unmittelbar im Bereich des Zugangs zu den Bahngleisen. Weiterhin entstanden im Zuge des Umbaus neue Taxi-, Behinderten-, Kiss&Ride- und Park&Ride-Stellplätze sowie abschließbare und frei zugängliche Fahrradabstellmöglichkeiten. Der Bahnhofsvorplatz ist durch ein Blindenleitsystem, Busbordsteine sowie niedrige Borde bzw. Rinnen als funktional gliedernde Elemente zwischen der Fahrbahn und den Seitenräumen vollständig barrierefrei erschlossen und hat durch neue Sitzmöglichkeiten, Ausstattung und Begrünung deutlich an Aufenthaltsqualität gewonnen. Der umgestaltete Bahnhofsvorplatz wurde im Februar des Jahres 2017 feierlich eröffnet.

Baumaßnahmen am ZOB in Neustadt am Rübenberge fertiggestellt

Im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Neustadt am Rübenberge wurde SHP Ingenieure von der Region Hannover mit Planungsleistungen zur Neugestaltung des ZOB, des Bahnhofsvorplatzes sowie der Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen beauftragt. Ziel der Umgestaltung war eine funktionale sowie gestalterische Neuordnung mit hoher Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit. Bereits im Jahre 2014 wurde westlich der Bahngleise eine Park&Ride-Anlage mit 68 neuen Stellplätzen fertiggestellt. Der ZOB mit Bahnhofsvorplatz auf der Ostseite wurde Ende des Jahres 2015 fertiggestellt und im Dezember eröffnet. Die Bauarbeiten an der neuen Rampe (West-Ost-Verbindung) wurden im Jahre 2016 abgeschlossen. Als letzter Bestandteil der Planungen erfolgt nun die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit neuer B&R-Anlage auf der Westseite. Der Vorplatzbereich erhielt eine neue Oberflächenbefestigung in Pflasterbauweise. Neben weiteren Kiss&Ride- sowie Behindertenstellplätzen entstanden neue Fahrradabstellmöglichkeiten, teils in abschließbaren Abteilen, teils frei zugänglich. Durch die Fertigstellung des Vorplatzes West ist nun der gesamte Bereich vollständig barrierefrei erschlossen und attraktiv gestaltet. Bei der Planung zum West-Vorplatz erfolgte eine Zusammenarbeit mit nsp (nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner; Freianlagen) und Kleine Architekten (B&R-Anlage).

Einladung „Neue Wege im Verkehr 2017“

Unser traditionelles Vortrags- und Diskussionsforum findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Mit einem vielseitigen Programm laden wir unsere Kunden, Geschäftspartner und andere fachlich Interessierte hierzu am Donnerstag den 21.09.2017 ein.

„Neue Wege im Verkehr 2017“ wendet sich an alle, die mit der Mobilitätsplanung oder dem Entwurf und dem Betrieb von Verkehrsanlagen befasst sind. Referenten von SHP Ingenieure zeigen innovative Ansätze und berichten über zukunftsorientierte Verkehrslösungen.

Das Programm und die Anmeldeunterlagen finden Sie in Kürze hier.

Interkommunales Mobilitätskonzept Würzburg

Mit Blick auf die Landesgartenschau 2018 wird aktuell von der Stadt Würzburg ein Mobilitätskonzept planerisch vorbereitet. In Anknüpfung hieran wurde durch SHP Ingenieure für das östliche Stadtgebiet Würzburgs und die hieran anschließenden Umlandgemeinden Gerbrunn, Randersacker, Theilheim und Rottendorf ein Interkommunales Mobilitätskonzept entwickelt, das die Stadt Würzburg einschließlich des LGS-Geländes und die Umlandgemeinden mit ihren lokalen Attraktionen und Projekten einbezieht.

Hauptbestandteil des Mobilitätskonzepts ist ein die Stadt Würzburg und die Umlandgemeinden verbindendes Pedelec- und Radverkehrsnetz. Aufbauend auf die zu planenden und zu realisierenden Rad- und Pedelec-Routen wurde ein Konzept für ein Pedelec-Sharing entwickelt. Zudem wurden als Ergänzung des Carsharing-Konzepts der Stadt Würzburg Potenziale zur Entwicklung von neuen Carsharing-Standorten im Umland eruiert. Die Pedelec-Sharing- und Carsharing-Standorte werden in Kombination mit dem ÖPNV zu Mobilstationen zusammengefasst.

Die Umsetzung des Rad- und Pedelec-Netzes wird im Rahmen des Bundeswettbewerbs Klimaschutz durch Radverkehr gefördert. SHP Ingenieure hat die fünf Kommunen bei der Antragstellung unterstützt und die Antragsunterlagen erstellt.

Seit Mai 2017 ist SHP Ingenieure mit der Begleitung der Umsetzung beauftragt. Neben der Projektsteuerung übernimmt SHP Ingenieure die Entwicklung des Wegweisungskonzepts bis hin zur Ausschreibung, die Vorbereitung und Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung einschließlich Workshops, Informationsmaterial und Eröffnungsveranstaltung und ein Monitoring der erreichten Wirkungen mit Vorher- und Nachher-Erhebungen.

Eine „Begegnungszone“ für alle – Die Frankfurter Straße in Bad Rothenfelde

Als bedeutender Straßen- und Geschäftsraum ist 2015/16 die Frankfurter Straße (ca. 7.000 Kfz/24 h) umgestaltet worden. Entstanden ist eine – auch als solche ausgewiesene – Begegnungszone vor dem Hintergrund der Einrichtung eines Verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches als Tempo 20 Zone. Dies beinhaltet zunächst eine aufeinander abgestimmte Oberflächengestaltung zwischen der Fahrbahn und den angrenzenden Seitenräumen, die eine durchgehende Pflasterung erhielten. Um im zentralen Bereich den Platzcharakter hervorzuheben, wurden die Entwässerungsrinnen hier ebenfalls aus rotbraunem Pflaster hergestellt. An Stellen mit erhöhtem Überquerungsbedarf für Fußgänger entstanden hellgrau und somit kontrastierend gepflasterte Querbänder in der Fahrbahn und den Seitenräumen. Durch die niveaugleiche Gestaltung, barrierefreie Bushaltestellen sowie ein aus Kleinpflasterstreifen (‚innere Leitlinie‘) und taktilen Elementen an Überquerungs- und Bushaltestellen bestehendes Blindenleitsystem wird der Straßenraum absolut barrierefrei. Der sich infolge der Anordnung neuer Begrünung einstellende Alleecharakter, die attraktive Straßenbeleuchtung, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie Sitzgelegenheiten tragen zu einer hohen Aufenthaltsqualität bei.

Ein spannender Beteiligungsprozess hat zu dem nun umgesetzten Ergebnis geführt. Eine erste Entwurfsplanung, die noch auf einer deutlichen Separation von Fahrbahn und Seitenräumen beruhte, wurde unter Mitwirkung der Bürger zu einem Entwurf weiterentwickelt, der den Shared Space – Gedanken umgesetzt hat. Neben einer begleitenden Bürgerbeteiligung war ein zusätzlich durchgeführter Themenabend mit Interessierten sehr hilfreich. In drei Gruppen wurden hier die Themen Straßenraumgestaltung, Verkehr und Begrünung intensiv bearbeitet und konkrete Vorgaben gemacht. Für den weiteren Prozess bis zum Umbau wurde eine projektbegleitende Arbeitsgruppe aus Ratsvertretern eingerichtet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das linienhafte Queren der Fußgänger funktioniert hervorragend. Der Verzicht auf vorher vorhandene Überwege (Zebrastreifen) ist erfolgreich umgesetzt. Allein durch die Straßenraumgestaltung wird bei den Autofahrern ein niedriges Geschwindigkeitsniveau bewirkt, auch wenn Fußgänger und Radfahrer mal nicht so zahlreich sind.

Deutscher Verkehrsplanungspreis 2016

SHP Ingenieure hat zusammen mit dem Ingenieurbüro Oppermann (Vellmar) und den Landschafts- und Freiraumplanern PLF (Kassel) den Deutschen Verkehrsplanungspreis 2016 der SRL gewonnen! Ausgezeichnet wurde unser gemeinsames Projekt „Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel“.

SHP hat in dem Projekt die Vorplanung gemacht, also die innovative Entwurfsideen geliefert, und mit Hilfe der Verkehrssimulation die Funktionsfähigkeit nachgewiesen, sodass trotz Verzicht auf einen besonderen Bahnkörper eine Finanzierung nach dem GVFG möglich war. Als besonders innovativ wurde von der Jury der durchlaufende Mittelstreifen hervorgehoben, der trotz der hohen Verkehrsstärke freies Queren der Straße an jeder Stelle ermöglicht und viele Signalanlagen unnötig macht. Hervorgehoben wurde ferner das intensive und letztendlich erfolgreiche Beteiligungsverfahren, die Betreuung während der Bauphase sowie die sorgfältige Detailgestaltung.

Anlässlich der Jahrestagung der SRL in Berlin „Mehr Platz für Menschen – Gestaltung zukunftsfähiger Straßenräume“ am 13./14.10.2016 erfolgte die Preisverleihung. Urkunde und Plakette nahm die Einreicherin, die Stadt Kassel in Person von Herrn Stadtbaurat Nolda entgegen.

Nach dem Erfolg beim Deutschen Städtebaupreis 2014 – Auszeichnung mit dem Sonderpreis für das Projekt „Umgestaltung von Goethestraße und Germaniastraße in Kassel“  – ist dies bereits die zweite Auszeichnung für ein Projekt des Planungsteams aus SHP Ingenieure, Ingenieurbüro Oppermann und PLF Landschaftsplanern.

 

Neue Wege im Verkehr 2016 – SHP Ingenieure im Dialog mit dem Fachpublikum

Zum 19. Mal in Folge hatten wir am 13. September 2016 zu Neue Wege im Verkehr eingeladen. Mit etwa 170 Besucherinnen und Besucher hatte unsere diesjährige Seminarveranstaltung im Festsaal des Alten Rathauses wieder eine sehr gute Resonanz. In insgesamt acht Vorträgen rund um die Mobilitätsplanung und den aktuellen Straßenentwurf konnten wir zeigen, welche Fragen die verkehrliche Praxis heute bewegen und dabei das breite Leistungsspektrum unseres Büros vorstellen.

Im ersten Vortrag ging es um neue Erkenntnisse zur Verbesserung der Sicherheit auf Landstraße und hier speziell um den Aspekt der Überholunfälle. Insbesondere im Vergleich mit einigen Ländern im europäischen Ausland hat Deutschland hier deutliche Defizite, da sich die politisch Verantwortlichen weder mit geringeren Geschwindigkeiten, noch mit zweistreifigen Straßenquerschnitten mit Mitteltrennung anfreunden wollen. Die Vorschläge der Wissenschaft, häufiger Überholverbote auszusprechen und mehr Überholfahrstreifen anzubieten, wirkten hier etwas schwach.

Ein Vortrag zum neuen HBS 2015 machte deutlich, dass die stärkere Berücksichtigung der Verkehrsqualität des Fuß- und Radverkehrs andere Steuerungsstrategien bei Lichtsignalanlagen erfordern: lange Umlaufzeiten, die die Verkehrsqualität im Kraftfahrzeugverkehr verbessern können, verschlechtern die Verkehrsqualität im Fußverkehr. Das HBS 2015 fordert u.a. eine maximale Wartezeit für Fußgänger von 70 Sekunden – ein sehr ambitioniert Wert, wenn gleichzeitig der ÖPNV bevorrechtigt werden soll!

Im verkehrsplanerischen Teil ging es zunächst um den Rückbau der autogerechten Stadt. Der Beitrag verdeutlichte, dass viele Projekte der Verkehrsberuhigung und der städtebaulichen Reparatur in Wirklichkeit keine Abkehr von der Autogerechtigkeit sind. Allerdings machten die gezeigten Beispiele durchaus auch Hoffnung, dass der Paradigmenwechsel weg vom Auto in absehbarer Zukunft gelingen kann.

In einem Bericht über das Mobilitätskonzept zur Olympiabewerbung der Stadt Hamburg – die ja bekanntlich an der fehlenden Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger gescheitert ist – ging es vor allem um die Frage, was von den Konzepten trotzdem umgesetzt wird. Es besteht die Absicht, dass Hamburg einerseits den notwendigen Ausbau des ÖPNV vorantreiben wird und andererseits die Strategie zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs ausbauen wird.

Ein Bericht über die Planung und die Realisierung des neuen Bahnhofsvorplatzes mit ZOB in Neustadt am Rübenberge zeigt die Kompetenz von SHP Ingenieure im Bereich der Ausführungsplanung von Mobilitätskontenpunkten. In Zusammenarbeit mit Freiraumplanern und Architekten ist eine funktional überzeugende und formal sehr gut gelungene Anlage entstanden.

Dass dynamische Parkleitsysteme und Wegweiser im Zeitalter von Navigationssystemen und Apps nicht unnötig sind verdeutlichte ein weiterer Vortrag. Er zeigte vor allem auf, dass trotz der starken Regelungen durch Vorschriften sehr individuell auf die Örtlichkeit zugeschnittene Lösungen möglich sind.

Die Mobilitätsplanung wird zunehmend als Teil der Klimaschutzplanung verstanden. Immerhin sind etwa 20% der CO2-Emissionen auf den Mobilitätsbereich zurückzuführen. Die daraus resultierenden Ansätze der Verkehrsvermeidung und –verlagerung sind zwar grundsätzlich bekannt, in Verbindung mit dem Klimaschutz wird die Dringlichkeit des Handels aber noch bewusster.

In einem abschließenden Vortrag wurde ein von SHP Ingenieure geplanter und in diesem Jahr realisierter Shared Space-Bereich im Kurort Bad Rothenfelde vorgestellt. Die Besucher waren sich einig, dass durch den mutigen Ansatz ein Beitrag zum sicheren Miteinander im Straßenraum geleistet wird und eine erhebliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität eingetreten ist.

Die teilweise weit angereisten Fachbesucher nutzten die Gelegenheit zur engagierten Diskussion und zum lockeren Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltungsreihe Neue Wege im Verkehr wird im nächsten Jahr mit neuen Themen fortgesetzt.

Wir danken allen Gästen für ihr Kommen und die engagierten Diskussionen!

Die Präsentationen und die Kurzfassungen können hier abgerufen werden:

Das Überholprinzip in den RAL

Das neue HBS 2015

Der Rückbau der autogerechten Stadt

Mobilitätskonzept für Olympia in Hamburg

Der neue ZOB in Neustadt am Rbge.

Parkleitsystem und allgemeine Wegweisung

Masterplan Mobilität als Klimaschutzteilkonzept

Die neue Begegnungszone in Bad Rothenfelde

Kurzfassungen

 

Interkommunales Mobilitätskonzept Würzburg vorgestellt

Im Zusammenhang mit der 2018 in Würzburg stattfindenden bayerischen Landesgartenschau haben die Stadt Würzburg und die östlichen Umlandgemeinden Gerbrunn, Rottendorf, Randersacker und Theilheim die Erarbeitung eines interkommunalen Mobilitätskonzept beschlossen. Das Konzept wird von SHP Ingenieure erarbeitet.

Das Mobilitätskonzept soll die Verkehrsverhältnisse zwischen den beteiligten Kommunen verbessern, wobei der Fokus stark auf dem Radverkehr sowie der multi- und intermodalen Mobilität liegt. Die Landesgartenschau ist der Anlass und der Motor für das Konzept, der Schwerpunkt liegt jedoch auf einer nachhaltigen und dauerhaften Wirkung.

Inhalt des Mobilitätskonzepts ist die Analyse und Bewertung der ÖPNV-Verbindungen zwischen den Kommunen, die Entwicklung eines interkommunalen Radverkehrsnetzes, die Einrichtung von Mobilstationen, die Erweiterung (Würzburg) bzw. Einführung (Umlandgemeinden) eines gemeinsamen Carsharing-Systems sowie ein optionales Pedelec-Verleihsystem.

Das interkommunale Radverkehrsnetz verbindet alle beteiligten Kommunen untereinander, wobei ein Basisnetz mit hohen Ansprüchen an die Qualität und geringen Längsneigungen ergänzt wird durch ein Netz mit geringeren Entfernungen, aber größeren Längsneigungen, das vor allem auch für Pedelec- Nutzer interessant ist. Das Netz verknüpft dabei nicht nur die Kommunen im Alltagsverkehr untereinander, sondern auch die dezentralen Attraktionen zur Landesgartenschau, was in der Nachnutzung als attraktives Freizeitroutennetz weitergenutzt wird. Das Netz, das umfangreiche Neu- und Ausbauten von Radverkehrsanlagen erfordert, wird ergänzt durch Lademöglichkeiten für Pedelecs, eine Radverkehrswegweisung, Rastplätze mit Trinkwasserbrunnen und einer Verknüpfung mit dem ÖPNV.

Weiterer Bestandteil des Konzepts ist die Einrichtung von Mobilstationen. Dieses in Würzburg bereits vorhandene Angebot zur Förderung der Multimodalität und Intermodalität wird auch auf die Umlandgemeinden ausgeweitet. Dort wird an zentralen Stellen (vorwiegend ÖPNV-Haltestellen) neben Abstellanlagen für Fahrräder eine Lademöglichkeit für Pedelecs, teilweise Carsharing und optional ein Pedelec-Verleihsystem angeboten.

Für das interkommunale Mobilitätskonzept wurde unter Mitwirkung von SHP Ingenieure eine Projektskizze für den Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ eingereicht, der positiv bewertet wurde.

Das Konzept wurde in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus den fünf Kommunen vorgestellt. Die Veranstaltung stellt den Auftakt für eine intensive Bürgerbeteiligung während der Umsetzung des Konzepts bis zur Landesgartenschau 2018 dar.

Baubeginn am zentralen Bustreff in Rheine

Direkt zwischen Bahnhof und Zentrum erfolgte im Juni 2016 der erste Spatenstich zur Umgestaltung des ZOB Rheine. SHP Ingenieure plante von der Voruntersuchung bis hin zur Ausschreibung gemeinsam mit pbr Planungsbüro Rohling AG (Hochbau) und wbp Landschaftsarchitekten GmbH (Freianlagen) eine Grunderneuerung der Verkehrsanlagen des sogenannten Bustreffs gemäß neuesten Standards. Die Kosten der Gesamtmaßnahme in Höhe von ca. 3,75 Mio. Euro inkl. der vollständigen Erneuerung der Dächer, digitalen Informationssysteme und der benachbarten Bahnhofstraße werden zu großen Teilen von mehreren Fördermittelgebern finanziert. Durch die Umgestaltung, die bis Ende 2017 abgeschlossen sein soll, wird neben der funktionalen auch eine erhebliche städtebauliche Aufwertung erwartet.

ZOB-Rheine-Spatenstich

Mobilitätskonzept Schwerte 2025 einstimmig beschlossen!

Das von SHP Ingenieure im Rahmen eines Beteiligungsprozesses entwi-ckelte Mobilitätskonzept 2025 ist von den zuständigen Fachausschüssen am 19. April 2016 einstimmig beschlossen worden. Damit wurde ein mehr als zwei Jahre dauernder Planungsprozess erfolgreich abgeschlossen.
Inhaltliche Schwerpunkte des Handlungskonzeptes sind die Stärkung des Radverkehrs mit dem Ziel der Verdoppelung des Radverkehrsanteils bis 2025, die Stärkung der Nahmobilität zu Fuß und mit dem Rad vor allem in der Innenstadt und Lösungsvorschläge zur städtebaulichen Integration der B 236. Das Mobilitätskonzept 2025 umfasst auch Vorschläge zur Minderung der enormen Schwerverkehrsbelastung in der Béthunestraße (B 236).
Die gemeinsam entwickelten Vorschläge zur Verkehrsführung in der Innenstadt sollen noch vertieft betrachtet werden. Hierfür wird u.a. die Umgestaltung der Hagener Straße nach dem Shared Space-Prinzip vorgeschlagen.

SHP feiert 30. Geburtstag!

Der 1. Februar 1986 gilt als die Geburtsstunde von SHP Ingenieure.

Robert Schnüll und Wolfgang Haller beschlossen damals ein Ingenieurbüro für Verkehrsplanung, Straßenentwurf und Verkehrssteuerung zu gründen. Aus diesem „Start-up“ – wie man heute sagen würde -, ist inzwischen ein bundesweit tätiges Unternehmen mit etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geworden!

Grund genug zu feiern (Bilder) und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu danken, ohne deren ständige Bereitschaft zur Bestleistung und Innovation dieser Erfolg nicht möglich wäre.

Wir danken unseren Kunden für das Vertrauen und versprechen ihnen auch in der nächsten Dekade maßgeschneiderte und zeitgemäße Lösungen für Mobilitätsfragen zu bieten.

 

Girl’s Day/Zukunftstag 2016

Am 28. April 2016 findet in diesem Jahr der Girl’s Day/Zukunftstag in Niedersachsen statt, an dem Mädchen (aber auch Jungen) die Möglichkeit zu einem Einblick in für sie eventuell nicht ganz so typische Berufe erhalten.

SHP Ingenieure beteiligt sich in diesem Jahr wieder an dieser landesweiten Aktion. Wir bieten für eine kleine Gruppe von bis zu fünf Schülerinnen und Schülern einen Informationstag zum Berufsbild „Verkehrsingenieur/Verkehrsplaner“ an.

Bei Interesse meldet Euch bitte bei unserem Mitarbeiter Engelbert Stenkhoff unter e.stenkhoff@shp-ingenieure.de . Einzige Randbedingung: das Angebot gilt für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse.

Marktplatz in Salzgitter-Bad eröffnet

Der zentrale Marktplatz von Salzgitter-Bad wurde nach einer Bauzeit von gut vier Monaten am 28.11.2015 offiziell wieder eröffnet. Durch den Abriss der in die Jahre gekommenen Hochbeete und weiterer Einbauten ist ein freier Blick auf die historischen Gebäude und über die gesamte Fläche des Platzes entstanden, der u. a. für Wochenmarkt und Altstadtfest regelmäßig intensiv genutzt wird. Als zentrales Element und zur Überbrückung des Höhenversatzes wurde eine großzügige Freitreppe angelegt, die zusammen mit Bänken und Spielgeräten den Platz aufwertet und zum Verweilen einlädt. Der Kostenrahmen für das Bauprojekt war im Vorfeld der Planungen bereits auf eine festgesetzte Höhe reglementiert, mit der kein Neubau des gesamten Platzes infrage kam. Von SHP Ingenieure wurde nach verschiedenen Neubauvarianten daher eine Planung zur schonenden Sanierung entwickelt, der eine möglichst weitreichende Aufwertung des Platzes gelingt, die gestalterisch gut zu den bestehenden Flächen passt und wesentliche Defizite beseitigt. Trotz noch offener Restarbeiten für Ausstattung und Maßnahmen der Barrierefreiheit kann eine Einhaltung des Kostenrahmens bereits bestätigt werden, womit die Aufwertung nicht nur gestalterisch sondern auch finanziell zusammen mit der Stadt Salzgitter zum Erfolg geführt wurde.“

 

Neue Wege im Verkehr 2015

SHP Ingenieure im Dialog mit dem Fachpublikum

Zum 18. Mal in Folge hatten wir am 16. September 2015 zu Neue Wege im Verkehr eingeladen. Mit etwa 150 Besucherinnen und Besuchern hatte unsere diesjährige Seminarveranstaltung im Festsaal des Alten Rathauses eine sehr gute Resonanz. In insgesamt sieben Vorträgen rund um die Mobilitätsplanung und den aktuellen Straßenentwurf konnten wir zeigen, welche Fragen die verkehrliche Praxis heute bewegen und dabei das breite Leistungsspektrum unseres Büros vorstellen.

Im verkehrsplanerischen Teil ging es in diesem Jahr schwerpunktmäßig um die Nahmobilität sowie den Fuß- und Radverkehr. Vor dem Hintergrund der neuen Regelwerke der FGSV zu Nahmobilität und Shared Space konnte die Bedeutung der Nahmobilität in der Stadt und die Notwendigkeit, diese systematisch zu fördern, herausgearbeitet werden. Im Handlungskonzept zur Förderung des Radverkehrs in der Region Hannover, an dem SHP Ingenieure mitgewirkt hat, konnte gezeigt werden, wie die systematische Förderung des Radverkehrs im Umland aussehen kann.

Im Beitrag zum Mobilitätsmanagement bei Großveranstaltungen konnte am Beispiel des Mobilitätskonzeptes zum Tag der Deutschen Einheit 2014 in Hannover dargelegt werden, dass auch Großveranstaltungen umweltfreundlich und mit sehr wenig zusätzlichem Kfz-Verkehr abgewickelt werden können, wenn die verkehrlichen Rahmenbedingungen im Umweltverbund stimmen und die Öffentlichkeitsarbeit das Mobilitätskonzept aktiv unterstützt.

Die Vorträge im straßenbaulichen Teil beschäftigten sich mit Einsatzmöglichkeiten für Turbokreisverkehre sowie dem Um- und Ausbau des Straßennetzes im Bestand. In der Diskussion zeigte sich, dass gerade die Aufgabe, wie das Bestandsnetz künftig RAL-konform gemacht werden kann, viele Fragen aufwirft, die systematisch abgeprüft werden müssen. Untersuchungen zur Kategorisierung der Straßen, die SHP Ingenieure anbietet, können hier sehr hilfreich sein.

Die teilweise weit angereisten Fachbesucher nutzten die Gelegenheit zur engagierten Diskussion und zum lockeren Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltungsreihe Neue Wege im Verkehr wird im nächsten Jahr mit neuen Themen fortgesetzt.

Wir danken allen Gästen für ihr Kommen und die engagierten Diskussionen!

 

Die Präsentationen und die Kurzfassungen können Sie unter info@shp-ingenieure.de anfordern.

Seminar-Handout

 

Shared Space-Bereich in Bohmte saniert

Im Jahr 2008 wurde in Bohmte der 1. Shared Space-Bereich Deutschlands, ein Bereich in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und die Sicherheit im Straßenraum durch gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme gewährleistet wird, eingeweiht. Schon nach kurzer Zeit war die Pflasterdecke wegen des starken Schwerlastverkehrs schadhaft und im Jahr 2014 soweit zerstört, dass die Gemeinde sich zu einem Neubau des Fahrbahnbereiches entschloss.

Beim Neubau sollte die vorhandene Gestaltung weitestgehend wieder hergestellt werden. In Abstimmung mit der Politik und den Anliegern wurde als Oberflächenbefestigung farbiger Asphalt gewählt. Die Farbgebung sollte dem vorhanden Pflaster der übrigen Flächen des Seitenraumes angeglichen werden. Erneuert wurden die Fahrbahnfläche, die Rinnenanlage und ein etwa 1 m breiter Streifen des gepflasterten Seitenbereiches.

Beauftragung für die Erarbeitung des Ausbaukonzeptes an SHP erfolgte Ende Mai 2014, der Abschluss der Bauarbeiten war Anfang Dezember 2014. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die gleichberechtigte Gestaltung von Fahrbahn und Seitenbereichen konnte beibehalten werden, die Fahrbahn ist hörbar leiser und die Geschwindigkeiten sind augenscheinlich niedrig geblieben.